Mensch, ABUS

Nachdem Abpfiff schauten sich die Spieler der SG ABUS Dessau völlig konsterniert an, mit der Frage im Kopf, wie das Spiel heute bitte schön verloren gehen konnte. ABUS hat das ganze Spiel in Führung gelegen, teilweise sogar mit 6 Toren. Am Ende sah man nur noch Fassungslosigkeit in den Gesichtern der Spieler, denn sie hatten gerade das Duell mit der Dritten Mannschaft des TuS Radis in letzter Sekunde mit 32:31 verloren.

Nach dem dritten Spieltag in der neuen Liga, ist die SG ABUS noch immer nicht richtig in den Tritt gekommen. Schon 2 Spiele in dieser Saison gingen nun schon verloren, dem gegenüber steht nur ein Sieg. Und am nächsten Spieltag wartet auf die SG das Stadtderby gegen den DRHV, wo es mit Sicherheit auch nichts zu holen gibt. So hatte sich die Mannschaft das sicherlich vor der Saison nicht vorgestellt.

Gegen den Gastgeber vom Wochenende musste man eindeutig feststellen, das die SG ziemlich in die Jahre gekommen ist und mit dem Tempo einer jungen Mannschaft kaum noch standhalten kann. Der TuS Radis hat das Spiel über die schnelle Mitte nahezu perfektioniert. Mit jedem Treffer von ABUS gab es postwendend den Treffer über den Gegenstoß vom Team aus der Dübener Heide. Das kratzte schon deutlich an der Moral der SG, trotz gut heraus gespielter Angriffe und dem erfolgreichen Abschluss, schaffte man es nie rechtzeitig in den Rückwärtsgang, und die schnelle Sieben des Gastgebers nutzte das gnadenlos aus. Zwar konnte ABUS immer eine Führung behaupten und führte teils mit 6 Toren, aber Radis konnte immer wieder verkürzen. Mit einem 16:19 und einem verwandelten Siebenmeter von Enrico Saack ging es in die Kabine. Es war zwar eine 3 Tore Führung, aber es brachte einfach keine Sicherheit in das Spiel von ABUS. Selbst in der 50 Spielminute hielt ABUS die 3 Tore Führung, es kamen jetzt allerdings eine Reihe von Zeitstrafen auf Seiten der Gäste ins Spiel, was der TuS ausnutzen konnte und den Rückstand bis auf ein Tor verkürzte. Als in der 57 Minute der Ausgleich vom Punkt für die Heimsieben viel, stand die Halle in der Lindenallee in Gräfenhäinichen Kopf. Die Zuschauer feierten ihre Mannschaft, die es schaffte 2 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer zu erzielen. ABUS hatte den letzten Angriff und hätte selber das Siegtor erzielen können, was allerdings nicht geschah, weil der letzte Wurf nicht im Gehäuse der Gastgeber landete. Und wie eben über das gesamte Spiel schon, ging es dann ganz schnell in die andere Richtung und zum Sieg für den TuS Radis.

Marco Droth, Maik Schulze; Lukas Kuczewski9/1, Oliver Albergt 5/1, Matthias Goth 1, Benjamin Dietze 2, Christian Saack 3, Marco Wetteborn 5, Marcel Delor, Enrico Saack 6/4