Die Saison geht zu Ende

Es ist langsam Zeit, ein Fazit zur Anhaltligasaison der SG ABUS Dessau zu ziehen. Und wenn man die Spielzeit rückblickend betrachtet, 2 Spieltage vor dem Ende, fällt eines sehr deutlich auf. ABUS ist der Meister des knappen Spielausgangs. Bestes Beispiel der 23:21 Sieg beim Tabellensechsten, dem HBC Wittenberg, am letzten Sonntag.

In 14 von 16 gespielten Partien verlor oder gewann ABUS mit weniger als 5 Toren. Ausnahme die 20:28 Niederlage in Jessen und der 35:23 Sieg in Wolfen am 2. Spieltag. Die restlichen Spiele waren meist Nervenkitzel pur, die die Mannschaft, mit einem oder 2 Toren Vorsprung gewann. Ausnahme die 25:26 Niederlage zu Hause gegen den zweitplatzierten und Verbandsligaabsteiger vom SV Blau Rot Coswig.

Glück, Erfahrung, oder eben Nervenstärke im richtigen Moment. Alles das hat den Ausschlag gegeben, um zu diesem Zeitpunkt Anfang März, 10 Siege auf dem Konto zu haben, bei gerade einmal 6 + Toren. Die klare Steigerung in allen Mannschaftsteilen zum Vergleich zur letzten Saison, hat ABUS in die Top 5 der Tabelle gespült, mit deutlichem Abstand zum Rest der Staffel. In den verbleibenden Partien geht es für die Mannschaft von Trainer Marcel Kerner nur noch um Platz 4 in der Endabrechnung. Dazu muss ABUS den punktgleichen, noch amtierenden Anhaltmeister aus Holzdorf überholen, der einen Platz vor der SG liegt. Mit diesem Ziel geht ABUS in das letzte Heimspiel der Saison. Zu Gast am Samstag in der Roßlauer Elbe- Rossel- Halle um 15 Uhr, ist die Mannschaft vom SV Finken Raguhn. Noch ziemlich frisch sind die Erinnerungen aus dem Hinspiel, als ABUS nicht nur das Spiel, sondern auch den einzigen Linkshänder im Team, Dennis Franz, für 3 Partien verlor. Grund war eine Tätlichkeit in der letzten Minute des Spiels und die daraus resultierende blaue Karte mit 3 Spielen Sperre für den ABUS Rechtsaußen. So zumindest sahen es die Unparteiischen. Eine fragwürdige Entscheidung mit Folgen. In der Gesamtbetrachtung auch sehr unverständlich, denn beide Mannschaften gehen seit Jahren sehr respektvoll miteinander um, ohne große Härte im Spiel.

Das Ereignis soll am kommenden Wochenende keine Rolle mehr spielen, denn es geht dann für die Bauhausstädter darum den Zuschauern, Sponsoren und Unterstützern des Vereins, im letzten Heimspiel der Saison einen  schönen Abschluss zu bieten. Dazu wird nach Spielende der Grill angeheizt und mit dem leckeren Gerstensaft in der Hand über die zurückliegenden Monate philosophiert. Gern auch mit den Gästen vom SV Finken Raguhn. Ein Sieg der Heimsieben würde natürlich für die perfekte Stimmung sorgen.