Der Knoten ist geplatzt…

Am Samstag  reiste das Team um Spielertrainer Marcel Kerner zum SV Finken Raguhn. Die Raguhner sind bisher nicht so gut in der aktuellen Saison angekommen, ein Aufwärtstrend zeigte sich aber bereits in den letzten beiden Spielen. Eine knappe Niederlage gegen die Coswiger hier, ein Unentschieden gegen die Kühnauer da. ABUS hingegen kassierte bisher insgesamt nur 2 Saisonniederlagen, spielerisch zeichnete sich jedoch in den letzten Spielen ein Abwärtstrend an. 

Eine Mannschaft im Aufwind, die andere  nach den letzten beiden Spielen trotz Siegen auf der Suche nach der richtigen Einstellung,  dem Können und ein bisschen mehr Glück im Abschluss, das versprach ein spannendes Spiel zu werden. Doch ABUS fand mal wieder zu Beginn nicht ins Spiel, nach 11 gespielten Minuten musste beim Stand von 8:3 eine Auszeit durch Teambetreuerin Franziska Förder her.  1 Tor durch Ronny Matthey, 2 Tore durch Stephan Schwebs, der Rest verworfen, die Abwehr und Torhüter noch im Halbschlaf. Da waren sie wieder, einige der Probleme der letzten Spieltage. Doch die Auszeit zeigte ihre Wirkung, weitere 11 Minuten später stand es 11:10, fast alle ABUS Schützen konnten einnetzen, die Defensive stand besser. Danach zeigte sich ein ausgeglichenes Spiel. Die Halbzeitpause konnte beim Stand von 16:14 eingeläutet werden. 

Nach 4 Minuten in der zweiten Halbzeit fiel erst das nächste Tor durch Dennis Franz, in Folge netzte auf Seiten der Raguhner Johannes Oehmichen zweimal ein. ABUS versuchte ein schnelles Spiel aufzubauen, das gelang auch stellenweise. Die Verletzung von Ronny Matthey, der bei einem Konter ungünstig unterlaufen wurde und daraufhin umknickte, zwang ABUS  dazu die Spielweise umzustellen. Beim Stand von 23:20 brachen die letzten 10 Minuten des Spiels an, in der 56. Spielminute, beim Stand von 26:22 wurde auf der ABUS Seite eine erneute Auszeit genommen und es sollte nochmal richtig spannend werden. Eine doppelte Manndeckung und schnelle Angriffe ließen die ABUS durch das Tor von Enrico Saack nochmal auf 27:26 rankommen, knapp 2 Minuten vor Spielende schien der Ausgang offen. Doch dann ereignete sich eine unschöne Szene zwischen Dennis Franz und Paul Oehmichen, die vom Schiedsrichtergespann mit voller Härte bestraft wurde und jeweils eine rote Karte nach sich zog. Auf Seiten der ABUS nur leider noch die blaue Karte oben drauf. Und dann netzte Raguhn noch zweimal ein, ABUS ließ gewähren und die beiden Mannschaften trennten sich in dem zum Ende emotionsgeladenem Spiel beim Stand von 30:26.

In diesem Sinne scheint in dem Spiel bei Raguhn der Knoten geplatzt zu sein und die alte Form wieder zurück. Bei ABUS hingegen darf man weiter gespannt sein, ob diese Niederlage nun das Ende der holprigen Spielweise bedeutet und die alte Form wieder gefunden wird.

Schulze; Matthey (3), Albergt (6), Engelbrecht, Saack Ch. (1), Franz (4), Kerner (1), Delor, Schwebs (3), Saack E. (7), Goth (1)