SG-ABUS-Dessau-Handball

Der Wurm bleibt drin

Nachdem das Team der SG ABUS Dessau am vergangenen Wochenende bei der SG Kühnau im Stadtderby eine desolate Leistung zeigte, galt es an diesem Spieltag gegen den Jessener SV  eine Wiedergutmachung in heimischer Halle abzuliefern.

Die Vorzeichen hierfür standen jedoch recht ungünstig. Nachdem sich in der Vorwoche Oliver Albergt an der Schulter verletzt hatte, Samuel Trefzger und auch Christian Saack krankheitsbedingt fehlen würden und zudem  Max Reimann, Trainer Marcel Kerner und Lucas Unger als Schiedsrichter im Einsatz waren, fehlte urlaubsbedingt auch noch Torhüter Maik Schulze. Die SG ABUS reaktivierte nun den ehemaligen ABUS Trainer und Torwartlegende Ingo Olbrich, der das Team zuletzt in der Aufstiegssaison unterstützte. Das Glück spielte an diesem Tag nun mit, so dass Unger/ Kerner kurz vor Anpfiff doch noch zu ihrem Team dazustoßen konnten. Ein kleiner Lichtblick, wobei es sich in der Vergangenheit oft zeigte, dass das Team in Minimalbesetzung oftmals  überraschende Leistungen darbieten konnte.

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Dennis Franz und Ronny Matthey konnten mit einem 2:0 zugleich ein Zeichen zu Beginn setzen. Ingo Olbrich stellte wie in alten Zeiten  das Team und Torwart Marco Droth von der Seitenlinie aus auf den Angriff der Jessener sehr gut ein, so dass diese nach 10 Minuten beim Stand von 7:3 bereits gezwungen waren eine Auszeit zu nehmen. Jessen reiste mit einigen altbekannten Spielern, aber auch einigen sehr jungen Spielern an.  Die Auszeit zeigte Wirkung, denn nach 17 Spielminuten stand es dann schon 8:6, woraufhin ABUS ebenfalls mit einer Auszeit reagierte. Jessen wachte nun auf und bei ABUS schlichen sich einige Unaufmerksamkeiten ein, so dass es mit einem 13:13 zur Halbzeit in die Kabinen ging.

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Die Ansprache von Trainer Kerner war deutlich, die Leistung der Anfangsminuten  sollte wieder aufgerufen werden. Besonders Ronny Matthey setzte schöne Akzente im Spiel. Doch bei einigen ABUS Spielern wog der Ärger nach der ein oder anderen Situation so schwer, dass ein fokussiertes Spiel nicht mehr möglich war und es so den Jessenern gelang einen deutlichen Vorsprung aufzubauen. Der ein oder andere fing sich wieder. Nach einem bereits 9 Tore Rückstand gelang es der ABUS noch  in den letzten 4 Spielminuten durch 3 Tore in Folge von Stephan Schwebs und Lucas Unger auf einen Endstand von 20:26 zu verkürzen. Sicherlich war in diesem Spiel mehr möglich, doch eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche war zu sehen. Somit bleibt die ABUS im unteren Tabellendrittel der Anhaltliga und hofft nun darauf, doch noch ein paar Punkte zum nahenden Saisonende einfahren zu können. Vielleicht gelingt dies in der nächsten Woche, wenn die Mannschaft auf Auswärtsreise nach Brehna geht.

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Für ABUS im Einsatz waren: Marco Droth, Ingo Olbrich, Ronny Matthey (9), Dennis Franz (4), Stephan Schwebs (3), Enrico Saack (2), Matthias Goth (1), Lucas Unger (1), Maik Engelbrecht, Marcel Delor sowie Marcel Kerner & Franziska Förder

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